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Dirks Klavierstimmgerät


Dieses Stimmgerät analysiert Ihr Instrument und berechnet, basierend auf den Ergebnissen, die optimale Abstimmung speziell für Ihr Klavier. Dadurch können Sie ohne Kenntnisse der komplizierten Klavierstimmungstheorie und ohne alle Intervallen zu kontrollieren, Ihrem Klavier schnell und einfach eine optimale, professionelle Stimmung geben. Wegen seiner Einfachheit ist Dirks Klavier Stimmgerät geeignet für Anfänger und erfahrene Stimmer.
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Dirks Klavierstimmgerät


Anleitung zum Klavierstimmen

 

 

Diese kleine Anleitung richtet sich an Menschen die keine bis wenig Erfahrung mit dem Klavierstimmen haben. Wir raten ihnen dringend, die ganze Anleitung zu lesen in welcher sie Erfahren um was es beim Klavierstimmen geht bevor sie sich an ihrem Instrument versuchen.

 

Sie müssen verstehen, dass Klavierstimmen nichts ist was man in ein paar Minuten lernen kann. Es braucht viel Geduld und Selbstkritik um das Piano auf ein akzeptables Level zu stimmen. Viele Stimmer verwenden Dirks Piano Tuner und erreichten ein Level, dass sie für unerreichbar hielten.

 

Das Wissen über die Vielfalt der verschiedenen Pianos und deren Technologie im Detail sind ebenfalls eine große Hilfe. Sie sollten in der Lage sein Nebeneffekte und Abweichungen zu erkennen und diese selbstständig zu beheben.

 

 

Klavierstimmen in der Praxis: Als erstes ein paar notwendige Hilfsmittel:

 

Der Stimmhammer: Sie können die Stimmwirbel mit diesem Hammer drehen. Mehr dazu später. Sie sollten einen guten Stimmhammer kaufen, weil sie somit ein besseres Gefühl und eine bessere Kontrolle während dem Stimmen haben. Er sollte nicht zu schwer oder leicht sein. Je steifer der Hammer ist, desto besser ist das Gefühl während dem Stimmwirbeldrehen. Der Kopf sollte eine Sternform haben, damit er auf die quadratischen Stimmwirbel passt. Es gibt verschiedene Größen. Seien sie sicher, dass sie die richtige Größe für ihre Stimmwirbel kaufen!

 

 

Der Sterneinsatz gibt ihnen die Möglichkeit den Stimmhammer in verschiedenen Positionen anzusetzen. So können sie immer die bequemste Position auswählen. Ein Stimmhammer mit austauschbarem Kopf ist empfehlenswert, wenn sie mehr als nur ein Klavier stimmen, da sie auf die verschiedenen Stimmwirbel mit den passenden Aufsätzen reagieren können. Ein Händler kann ihnen darüber Tipps geben. 

 

Zweitens: Dämpfer, Diskantstimmkeil und Filzstreifen. Diese Hilfsmittel sind dazu da um die schwingenden Seiten zu dämpfen, die während des Stimmens nicht schwingen dürfen. Gummikeile mit einem Metalldraht sind ebenfalls empfehlenswert, speziell wenn nicht genug Platz für normale Dämpfer ist.

 

 

Diskantstimmkeile (Pinzetten) werden für Upright Pianos verwendet. Zwei von ihnen müssen (vorsichtig) zwischen den Hämmern durchgeführt werden. Sie werden verwendet um die beiden äußeren Seiten des Dreifachpaars zu dämpfen.

 

 

Diese „Pinzetten“ werden speziell bei den höchsten Tönen verwendet, bei denen nicht genug Platz für konventionelle Dämpfer ist. Hier treffen die Hämmer auf 2 oder 3 gleichgestimmte Seiten.

 

Darüber hinaus gibt es flexible Filzstreifen die in diversen Dicken verfügbar sind. Sie werden hauptsächlich in Flügeln eingesetzt. Man kann den Streifen um alle linken und rechten Saiten schleifen um nur den inneren Saiten das Schwingen zu erlauben. Manche bevorzugen diese Methode mit der Behauptung, dass es schneller gehen würde.

 

 

Mit den „Dual String Unisons“ überspringt man immer einen Zwischenraum, so kann man wahlweise die rechte oder linke Saite stimmen.

 

 

Es ist empfehlenswert Holz oder Aluminiumhilfsmittel zu verwenden um mit diesen „Strips“ zu arbeiten. Seien sie sicher, dass sie den Resonanzkörper nicht treffen. Es besteht die Gefahr, dass sie ihn beschädigen. Ebenfalls wichtig ist, dass sie das Sustainpedal treten um Beschädigungen an den Dämpfern zu vermeiden. Wenn sie den „Strip“ entfernen möchten müssen sie ebenfalls darauf achten, dass Sustainpedal zu treten. Weiterhin sollten sie beim entfernen Handschuhe tragen um die Oxidation der Saiten vorzubeugen. Unkontrollierte und unüberlegte Aktionen können zur Verstimmung des Instrumentes führen.

 

Jetzt einiges über das Verwenden des Stimmhammers. Eine Sache ist wichtig: kleinste Bewegungen. Sie müssen herausfinden, ob sie den Pich erhöhen oder erniedrigen müssen. Wenn sie mit dem Stimmen beginnen ist es sicherer erst ein wenig runter zu stimmen um zu verhindern, dass sie die Saite zu hoch drehen und sie somit beschädigen oder zum Reißen bringen. Das Üben dieser Bewegungen ist essentiell für das Entwickeln eines guten Gefühls. Ein gutes Gefühl ist die Grundlage einer guten Stimmung. Wir raten ihnen das zu üben, bevor sie mit dem Stimmen beginnen.

 

Starten sie mit dem Dämpfen einer der äußeren Saiten. Machen sie nichts mit der inneren Saite. Plazieren sie den Stimmhammer auf der äußeren Saite, welche nicht gedämpft ist.

 

 

 

Üben sie ein wenig Druck auf den Stimmhammer aus. Nach links wohlgemerkt, denn sie möchten den Pitch erniedrigen. Wichtig ist, dass sie den Stimmwirbel nicht drehen! Hören sie genau hin. Wenn sie keinen Unterschied hören, erhöhen sie den Druck auf den Hammer ein wenig. Erhöhen sie den Druck bis sie so genannte „Beats“ hören. Wenn sie Beats hören heißt das, das zwischen der äußeren Saite und der inneren Frequenzdifferenz herrscht. Je höher die Differenz, desto schneller der Beat. Wenn sie jetzt den Stimmhammer loslassen, sollte der Wirbel wieder in seine ursprüngliche Position gehen und der Beat sollte verschwinden. Was ist hier passiert? Alles was sie vom Stimmwirbel sehen können ist der äußere Teil. Der andere Teil ist im Stimmblock verankert und hält ihn fest um zu verhindern, dass die Saite von alleine Spannung verliert.

 

Wenn man Druck auf den Stimmhammer ausübt, zwirbelt dich der Wirbel ein wenig. An der Stelle an der die Wirbel verankert sind ist so ein großer Widerstand, dass die Wirbel nicht immer in ihre Ursprungsposition zurückgehen. Es ist ihre Aufgabe, den Wirbeln dabei zu helfen. Dieser Prozess heißt: Setzen der Wirbel und ist essentiell für eine stabile Stimmung. Sie müssen sicher sein, dass der Pin in einer endgültigen Position sitzt. Sie können das überprüfen, in dem sie einige Forte Anschläge ausüben. Dann hören sie, ob sich etwas ändert oder nicht.

 

Das bringt uns zur Stabilen Stimmung. Die Saiten im Klavier sind in 3 Sektionen unterteilt. Am Stimmwirbel angefangen ist der Teil, an dem die Saite nicht vibrieren kann. Die zweite Sektion wird der frei vibrierende Teil genannt. Der Hammerkopf trifft hier auf die Saiten. Es ist der Tongebende Abschnitt der Saite. Der Abschnitt läuft über eine Brücke, welche mit dem Resonanzboden verbunden ist. Der dritte Teil ist ein zweiter nicht vibrierender Abschnitt. Er läuft von der Brücke zum Ende der Saite, wo sie am so genannten Fixierstift festgemacht ist.

 

 

Wir sprechen immer noch über die Stimmstabilität. Sie können sich vorstellen, dass eine hohe Kraft an den beiden Fixierpunkten herrscht. Diese Kraft kann zu Spannungsschwankungen zwischen den drei Abschnitten der Saite führen. Wenn sie diesen Unterschied existieren lassen, relativiert sich dieser während des Klavierspielens. Das führt zur raschen Verstimmung des Instrumentes. Die Taste mehrmals hart anzuschlagen hilft, die Spannung auf die der Abschnitte gleichmäßig zu verteilen. Es ist empfehlenswert die Saite erst ein wenig zu hoch zu stimmen und dann langsam nach unten zu stimmen, während die Taste ununterbrochen angeschlagen wird. Das Anschlagen der Taste hilft der Saite die Spannung besser zu verteilen. Sie müssen die Fähigkeit entwickeln den Stimmwirbel in eine klare, ruhige Position zu bringen, Spannungsschwankungen zu eliminieren und letztendlich den richtigen Pitch erreichen.

 

Jetzt einiges über das Drehen der Wirbel. Die Wirbel sind im Stimmstock verankert. Sie müssen eine große Kraft aufbringen um den Wirbel zu drehen. Die Eigenspannung der Saite hilft ihnen dabei den Pitch zu erniedrigen. Wenn sie ihn erhöhen möchten müssen sie den Widerstand der Wirbel überwinden und damit die Spannung der Saite. Wie stimmen wir höher oder tiefer? Es gibt einen Unterschied zwischen Flügel und Klavier.

 

Als erstes das Klavier: Haben sie ein Auge auf den Wirbel und die Art wie die Saite darum gewickelt ist. Die Saite verlässt den Wirbel auf der linken Seite. Dreht man den Wirbel nach links erniedrigt man den Pitch und dreht man ihn nach rechts, erhöht man ihn.

 

 

Beim Flügel ist es nicht viel anders. Die Saite verlässt den Wirbel auf der rechten Saite und geht zum Ende des Flügels. Um die Spannung zu erhöhen dreht man den Wirbel nach rechts und um die Spannung zu erniedrigen, nach links. Die Art und Weise wie man den Stimmhammer ansetzt ist vom Klavier zum Flügel verschieden. Machen sie sich das bewusst.

 

Bei einem Klavier ist die beste Position des Hammers, wenn der Hebelarm nach 1 Uhr zeigt.

 

 

Dreht man den Stimmhammer nach rechts, erhöht sich der Pitch. Dreht man ihn nach links verringert sich die Spannung.

 

Bei einem Flügel sollte der Hammer zur Seite und von ihnen weg zeigen in einer 2 Uhr Position.

 

 

Drücken sie den Hammer zu sich, wird die Spannung erhöht.

 

Im Folgenden eine der wichtigsten Teile des Stimmens: Die Bewegung des Wirbels und welchen Wirbel man drehen muss.

 

Sie werden feststellen, dass es Unterschiede gibt, was das Gefühl beim Wirbeldrehen angeht. Wohlgemerkt bei ein und demselben Klavier! Manche Wirbel lassen sich einfach und akkurat drehen und manche schwer und ruckelig. Diese Wirbel neigen dazu, zu hoch zu springen, wenn man den Druck auf den Hammer erhöht. Haben sie keine Angst vor den kratzenden Geräuschen. Diese sind normal und verursachen keinen Schaden. Nochmals: Übend sie das Drehen sorgfältig mit nur kleinsten Bewegungen. Das reicht nicht immer um die Saite vor Überspannung zu schützen aber es wird ihnen die Fähigkeit geben eine Saite sehr präzise zu stimmen. Den Spannungsunterschied den sie überbrücken müssen ist oft nur sehr klein. 

 

Als erstes sollten sie überprüfen, ob der Stimmhammer auf dem richtigen Stimmwirbel sitzt. Folgen sie dazu der Saite, die sie gerade Stimmen wollen. Wenn sie mit dem Stimmen starten und der Pitch verändert sich nicht ist es wahrscheinlich, dass sie den falschen Wirbel drehen. Es ist sicherer als erstes ein wenig Druck auszuüben, ohne den Wirbel zu drehen. Sie werden merken, dass der Pitch nach oben geht. Wenn nicht, stimmen sie die falsche Saite. Sie sollten das vor jedem Vorgang überprüfen, sonst besteht die Gefahr, dass sie etwas beschädigen.

 

Aus dem gleichen Grund ist es empfehlenswert als erstes ein wenig runter zu stimmen und dann nach oben zu gehen. Damit möchten sie erreichen, dass das Drehen des Wirbels die Spannungsunterschiede einfacher neutralisiert. Seien sie absolut sicher, dass der Wirbel eine endgültige Position erreicht. Am Anfang sieht die Anordnung der Wirbel sehr chaotisch aus, aber bald werden sie ein durchaus logisches System hinter all dem erkennen. Später wird es einfacher sein auf Anhieb den richtigen Wirbel zu finden.

 

Wir sprachen über die sehr hohen Spannungen: Im Durchschnitt sind das 80kg pro Saite und einer Gesamtkraft von 18.000kg welche auf den Rahmen wirkt.

 

Stellen sie sich vor, sie möchten eine Saite stimmen bei der die Spannung viel zu niedrig ist. Es ist wichtig, dass sie die wirkenden Kräfte so gleichmäßig wie möglich auf den Rahmen verteilen. Weiterhin ist wichtig, dass sie Spannungsdefizite von mehr als 30cent in mehreren Schritten beheben, aufgrund des oben genannten.

 

Wir zeigen ihnen nun eine Methode die Gleichmäßigkeit in den Zugkräften zu wahren:

 

Starten sie mit den mittleren Saiten der Oktave zwischen C3 und C5

Als zweites stimmen sie eine Saite der „Double Bass Section“

Als drittes stimmen sie die mittlere Saite zwischen C5 und C8

Als viertes stimmen sie die Einsaitige Bass Sektion

 

 

Als fünftes stimmen sie jede linke Saite zwischen C3 und C8

Als sechstes stimmen sie die übrigen Saiten der „Double Bass Section“

Als letztes stimmen sie noch alle rechten Saiten von C3 bis C8

 

Beachten sie, dass der Umsprung der Double Bass Section auf den Saiten nicht in allen Klavieren gleich ist.

 

 

Wir haben absichtlich nichts über das komplexe Feld zwischen der Interaktion der einzelnen Intervallen (Stretch, Streckung) gesagt, weil diese Schwierigkeit in Dirk’s Piano Tuner integriert ist und das Stimmen in ihrer Reichweite bringt.

 

Darüber hinaus versuchten wir die Stimmprozedur sehr vorsichtig zu erklären. Jeder verursachte Schaden liegt nicht in unserer Haftung, weil es unmöglich ist in dieser kurzen Anleitung, ohne praktische Erfahrung alle Facetten des Klavierstimmens darzulegen.

 

Wir raten ihnen: Üben sie viel und hören sie darauf, was sie machen.

 

Wir wünschen ihnen Viel Erfolg und hoffen, dass sie bald fähig sind ein schönes Stimmergebnis herzustellen.

 

 




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