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Dieses Stimmgerät ist genau, schnell und einfach in der Handhabung. Fast alle
Instrumente können damit gestimmt werden. Auch für das Kontrollieren der Stimmung
von Instrumenten wie Akkordeon oder Ziehharmonika ist es geeignet.
Instrumente die in Schwebung gestimmt sind wie z. B. das Akkordeon können mit
diesem Stimmgerät kontrolliert werden, ohne dass das Gehäuse geöffnet werden muss.
Man kann damit also feststellen, ob es Zeit wird, Ihr Instrument zu stimmen oder
stimmen zu lassen.
Das Stimmgerät funktioniert auf einem PC oder Laptop mit einer Windows Systemsteuerung.
Das Gerät arbeitet sowohl mit eingebauten als auch mit externen Mikrofonen.
Nehmen Sie sich die Zeit um diese Anleitung durchzulesen. Das wird Ihnen später viel
Zeit ersparen. Fehlt etwas in dieser Anleitung oder gibt es Fehler oder Ungenauigkeiten,
senden Sie dann bitte eine E-Mail zu mir.
Dirks Stimmgerät.
Eine kurze Gebrauchsanweisung.
Die Demoversion.
Einige wichtige Ausdrücke.
Welche Instrumente können mit dem Stimmgerät gestimmt werden?
Verbraucherfreundlich.
Das Mikrofonsignal.
Die Lautstärke.
Der Equalizer.
Das Frequenzspektrum des zu stimmenden Tones.
Der zu stimmende Ton.
Die Abweichung des zu stimmenden Tones.
Die Schwebung des zu stimmenden Tones.
Die Genauigkeit einstellen.
Die Frequenz von A4 anpassen.
Transponieren.
Quadra Flat Tuning.
Wie viel ist ein Cent?
Einstellungen.
Systemvoraussetzungen.
1. Selektieren Sie das Mikrofon.
Dies geschieht indem Sie den Schalter „menu“ drücken und „settings“ wählen.
Danach können Sie das Mikrofon in der Liste auswählen. Wenn das Stimmgerät
kein Mikrofonsignal erhält, wird „settings“ automatisch gestartet. Kontrollieren
Sie in der oberen Grafik (microphone signal) des Stimmgerätes ob das gewählte
Mikrofon Signale abgibt.
2. Stellen Sie die Empfindlichkeit des Mikrofons ein.
Hierzu drücken Sie in „settings“ den Schalter „Windows Microphone Settings“. Es
wird jetzt ein Windowsfenster geöffnet in dem die Mikrofonempfindlichkeit (volume)
eingestellt werden kann. Wählen Sie zunächst das gewünschte Mikrofon und ändern Sie
danach das Volumen. Stellen Sie das Volumen so ein, dass, wenn der zu stimmende
Laut erklinkt, die Lautstärkeanzeige ungefähr dreiviertel ausschlägt.
3. Fangen Sie an mit Stimmen.
Lassen Sie den Ton klingen den Sie stimmen wollen und beachten Sie den unteren Zeiger
um die Abweichung des Tones abzulesen. Die Abweichung des Tones wird als Zahl wiedergegeben
im kleinen Fenster „Cent 1“.
Die Demoversion des Stimmgerätes funktioniert auf jedem PC oder Laptop mit
Systemanforderungen wie in dieser Anleitung vermerkt. Sie dürfen die Demoversion
des Stimmgeräts auf mehrere Computer installieren und an Freunde und Bekannte
weiterleiten. Die Demoversion unterstützt jeweils 1 von 3 Tönen des Notenbalkens.
Die übrigen 2 Noten können nicht gestimmt werden. Dies sollte jedoch genügen um
das Gerät gut zu testen. Die Funktionen „transpose“, „quadra flat tuning“
funktionieren nicht in der Demoversion, die übrigen wohl.
• Frequenz (frequency):
    Zahl der Wellenbewegungen pro Sekunde eines Tones (Tonhöhe).
• Klang (sound):
    Die Gesamtheit der durch das menschliche Ohr wahrnehmbaren Schwingungen.
• Herz:
    Einheit für Frequenz. 1 Hz = 1 Welle pro Sekunde.
• Frequenzspektrum (frequency spectrum):
    Alle Frequenzen die in einem Klang vorkommen.
• Ton (tone):
    Klang mit einer konstanten Frequenz.
• Note (note):
    Notation für einen Ton mit einer bestimmten Tonhöhe und –länge.
• Tonhöhe (pitch):
    die erfahrene Höhe eines Tones, die Frequenz des Grundtones.
• Grundton (fundamental tone):
    die wahrgenommene Tonhöhe eines Klanges.
• Oberton (overtone):
    Ton in einem Klang mit einer höheren Frequenz als der Grundton.
• Tonleiter (scale):
    Ansteigende oder absteigende Reihe von Tönen in einer bestimmten Reihenfolge.
• Oktave (octave):
    Unterschied zwischen zwei Tönen wovon die Frequenz des zweiten Tones doppelt so hoch ist wie die des Ersten.
• Cent (cent):
    Einheit für die relative Tonhöhe eines Tones hinsichtlich eines Tones in der Tonleiter.
• Schwebung (beating):
    Schwebung im Klang wegen eines geringen Unterschiedes in Tonhöhe von zwei Tönen.
Welche Instrumente können mit dem Stimmgerät gestimmt werden?
Beinahe alle chromatischen Instrumente kann man mit diesem Gerät kontrollieren, z.B. Gitarre,
Violine, Flöte, Klavier, Drehorgel oder die menschliche Stimme. Auch in Schwebung gestimmte
Instrumente wie Akkordeon oder Ziehharmonika werden unterstützt. Hierfür ist eine spezielle
Funktion vorgesehen, die die Größe der Schwebung messen kann.
Das Stimmgerät ist einfach in der Handhabung. Es gibt eine Zahl fortgeschrittene
Funktionen, wie Grafiken, aber diese sind für das Stimmen nicht notwendig. Auch
die Einstellungen des Stimmgerätes sind minimal. Alle komplizierten Vorgänge werden
soviel wie möglich automatisch eingestellt. Nun folgt die Beschreibung der verschiedenen
Fenster des Gerätes.
Dieses Fenster gibt das durch das Mikrofon gemessene Signal wieder. Mit Hilfe
dieses Schirmes können Sie kontrollieren, ob das Mikrofon funktioniert. Für das
Stimmen wird dieses Fenster nicht benötigt.
Dieser Niveauzeiger zeigt die Lautstärke des gemessenen Tones an. Sobald das Stimmgerät
einen Ton selektiert hat um zu stimmen (kleiner roter Balken) wird das Niveau dieses
Tones wiedergegeben. Die Lautstärke, die hier gezeigt wird ist abhängig von der in Windows
eingestellten Empfindlichkeit des Mikrofons. Für das Stimmen wird dieser Niveauzeiger nicht
benötigt.
Dieses Fenster gibt die Stärke des durch das Mikrofon gemessenen Tones wieder. Von
links nach rechts wird die Stärke von B1 bis C8 mit Hilfe von kleinen Balken wiedergegeben.
Je höher die Stärke des Tones umso höher der gezeigte Balken. Werden mehrere Töne gleichzeitig
gemessen, dann werden auch mehrere Balken gezeigt. In diesem Fenster können auch eventuelle
Obertöne wahrgenommen werden. Das Stimmgerät selektiert den zu stimmenden Ton automatisch aus
den hier wiedergegebenen Tönen. Der selektierte Ton wird durch einen roten Balken angezeigt.
Für das Stimmen wird dieses Fenster nicht benötigt.
Dieses Fenster zeigt das gemessene Frequenzspektrum des zu stimmenden Tones. Bei einem in
Schwebung gestimmten Ton, wie beim Akkordeon oder bei der Ziehharmonika, besteht der Ton
eigentlich aus zwei oder mehrere Tönen, erzeugt durch entsprechend viele Zungen, deren
Tonhöhe gerade nicht gleich ist. Die Wiedergabe in diesem Fenster ist genau genug, um
diese Töne in unterschiedlichen Spitzen wiederzugeben. Die Qualität des Stimmgerätes muss
dazu auf „hoog“ eingestellt sein. Man kann also die Schwebung in einem Ton hier sehen! Je
weiter die Spitzen auseinander liegen, je schneller ist die Schwebung. Das Stimmgerät bestimmt
den nächstliegenden Ton aus der Tonleiter und gibt diesen durch eine senkrechte grüne Linie
in der Mitte des Fensters an. Die gemessenen Spitzen werden angegeben durch senkrechte blaue
Linien. Wenn ein (einzelner) Ton gut gestimmt ist, muss seine Frequenz dem Ton aus der Tonleiter
gleich sein. Im Falle eines einzelnen Tones muss der höchste Punkt der Spitze auf der grünen
Linie liegen. Befindet sich die Spitze rechts von der grünen Linie, dann ist der Ton zu hoch,
wenn links davon, zu niedrig. Das Stimmgerät ist so genau, dass die Spitze nicht exakt auf der
grünen Linie liegen muss. Eine kleine Abweichung ist durch das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar.
Mit dem Text links unten im Fenster ( 1 tone oder 2 tones) wird angegeben, ob das Gerät nach 1
oder 2 Spitzen sucht. Mit dem Text rechts unten (Medi oder High) wird die Genauigkeit angegeben,
mit der das Gerät arbeitet. Dieses Fenster gibt wertvolle Informationen für das Stimmen, ist
dafür aber nicht notwendig.
Dieses Fenster gibt den Notenwert des gemessenen Tones wieder durch einen großen Buchstaben
in der Mitte des Fensters. Rechts oben von diesem Notenbuchstaben wird eventuell ein Kreuz (#)
angezeigt. Rechts unten vom Notenbuchstaben wird die Oktave durch eine Zahl angezeigt. Ganz
rechts oben wird die Frequenz der A4 wiedergegeben, normalerweise 440 Hz, aber der Wert kann
angeglichen werden mittels des Schiebreglers rechts am Gerät. Ganz links oben im Fenster wird
die Frequenz gezeigt, die der selektierte Ton haben sollte. Links unten wird angegeben ob und
wie viel das Stimmgerät transponiert. Schließlich wird rechts unten der Stand von "quadra flat
tuning" angezeigt.
Dieses Fenster zeigt die Abweichung des gemessenen Tones gegenüber dem naheliegendsten
Ton der Tonleiter. Die Skalenverteilung geht von 50 Cent zu niedrig bis 50 Cent zu hoch.
Die blaue Linie (2 Linien im Falle der Schwebung) gibt die Abweichung des gemessenen Tones
wieder. Ein gemessener Ton ist gut gestimmt, wenn die blaue Linie in der Mitte (auf der
grünen Nulllinie) steht. Eine kleine Abweichung ist zulässig, weil diese für das menschliche
Gehör nicht wahrnehmbar ist. Wenn die blaue Linie links von der Mitte liegt ist der Ton zu
niedrig und er ist zu hoch, wenn die blaue Linie rechts von der Mitte liegt. Die Zahl im
Fenster „Cent 1“ gibt die Abweichung des Tones in Cent wieder.
Ein in Schwebung gestimmter Ton, wie der eines Akkordeons oder einer Ziehharmonika,
besteht eigentlich aus 2 Tönen, erzeugt durch 2 Zungen, deren Tonhöhe gerade nicht
gleich ist. Um diese Töne messen zu können, muss das Gerät auf „2 tones“ und „high
quality“ eingestellt sein. Diese Einstellung erfolgt mit Hilfe der Schalter „Tones“
und „Quality“ unten am Stimmgerät. Standardmäßig ist das Gerät auf 1 Ton eingestellt;
es kann dann nicht auf Schwebungen reagieren! Sobald „2 tones“ eingestellt ist,
erscheinen 2 blaue Linien. Diese Linien geben die Höhen von 2 Tönen wieder.
Der Frequenzunterschied zwischen den zwei Tönen bestimmt die Geschwindigkeit der
Schwebung. Der Abstand zwischen zwei blauen Linien gibt also die Menge der Schwebung
wieder. Die Zahl im kleinen Fenster „Beating“ zeigt nun den Abstand zwischen 2 blauen
Linien an, Diese Zahl zeigt somit die Geschwindigkeit der Schwebung. Je höher die Zahl
je schneller die Schwebung. Die gewünschte Geschwindigkeit der Schwebung ist abhängig
von der Tonhöhe der Note und wird im kleinen Fenster „Desired“ angezeigt. Im Fenster
„settings“ kann die gewünschte Menge Schwebung bei der C4 und C6 eingestellt werden.
Die berechneten gewünschten Schwebungen der dazwischenliegenden Töne werden gleichmäßig
verteilt zwischen diesen zwei eingestellten Schwebungen. Während des Stimmens eines
2-chörigen Instrumentes sollten dann die Werte in den kleinen Fenstern „Beating“ und
„Desired“ gleich sein.
Die Genauigkeit kann auf „high“ (hoch) oder auf „medi“ (medium) eingestellt werden. Dazu
dient der Schalter „Quality“ (Qualität) unten am Stimmgerät. Bei einer hohen Genauigkeit
wird das Stimmgerät langsamer reagieren. Für das Messen eines einzelnen Tones wird „medi“
meistens genügen. Für das Messen von Tönen in Schwebung ist eine hohe Genauigkeit nötig.
Um Ihr Instrument in einer anderen Tonhöhe zu stimmen als im Standard A4 (440 Hz)
können Sie den Schieber rechts im Stimmgerät gebrauchen. Mit diesem Schieber kann
man die Frequenz von A4 in Schritten von 1 Hz zwischen 430Hz und 450 Hz anpassen.
Alle übrigen Töne werden dann im Verhältnis geändert. Oben im Fenster des Notenwertes
wird dann die jetzige Tonhöhe (Frequenz) von A4 angegeben.
Um Ihr Instrument in einem anderen Ton zu stimmen als im Standard C können Sie die
beiden Schalter „Trans“ betätigen. Mit diesen Schaltern kann man zu einem anderen Ton
transponieren. Unten im Fenster welches den Notenwert wiedergibt, wird dann der Ton
angezeigt zu dem „C“ transponiert wird.
Jedes Mal wenn man den Schalter „Flat“ betätigt, wird die Zahl der „b“ rechts unten
im Fenster für den Notenwert erhöht. Dadurch wird es möglich 1 bis 4 Töne über dem
angegebenen Notenwert zu stimmen. Wenn de capo gebraucht wird, ist es nicht nötig,
diese zu entfernen. Betätigen Sie mehrmals den Schalter „Flat“, abhängig von der
Position von de capo.
Die Abweichung eines Tones gegenüber dem nächstliegenden Ton der Tonleiter wird
angegeben in Cent. 100 Cent ist der Abstand zwischen einem Ton der Tonleiter und
dem Nächstfolgenden. Wenn der zu stimmende Ton eine Abweichung von 50 Cent hat,
liegt er zwischen 2 Tönen der Tonleiter.
Das Stimmgerät gibt die Einstellungen soviel wie möglich selbst vor. Dadurch ist das Gerät
einfach in der Handhabung. Die Zahl der Einstellungen ist minimal. Indem man den Schalter
„Menu“ betätigt und danach „Settings“ wählt, kann das zu verwendende Mikrofon gewählt werden
und die gewünschte Schwebung eingestellt werden. Wenn das Mikrofon nicht sofort arbeitet,
kann es sein, dass die Einstellungen in Windows nicht gut sind. Indem man den Schalter „Windows
Microphone Settings“ betätigt, startet man das Windows Fenster, mit dem die Mikrofoneinstellungen
angepasst werden können.
Das Stimmgerät funktioniert auf Geräte ab Pentium II 300 Mhz. in der Ausführung Windows 98, Me,
2000 und XP und benötigt einen Mikrofoneingang. Dies kann ein eingebautes Mikrofon sein, wie es
bei vielen Laptops vorhanden ist, aber es kann auch ein externes Mikrofon sein, das über den
Mikrofoneingang mit der Soundkarte verbunden ist. Es kann auch ein USB Mikrofon, das bei einigen
Webcams vorhanden ist, verwendet werden.
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